E-Card: Rechnungshof kritisiert hohe Kosten

 

Während die Österreicher nach und nach mit den E-Cards ausgestattet werden, hat der Rechnungshof (RH) nun das Projekt kritisiert. Nicht nur zu hohe Nebenkosten wurden bemängelt.

Hohe Kosten und Managementfehler: Neben hohen Nebenkosten missfielen den Prüfern vor allem hohe Personalkosten bei der Chipkarten Betriebs- und Errichtungsgesellschaft (SV-ChipBE) und Fehler im Projektmanagement.

Bezüge 45% über Mindestgehältern: Ein Beispiel: Der durchschnittliche Personalaufwand der SV-ChipBE betrug im Jahr 2003 rund 94.000 Euro (inklusive Dienstgeberbeiträge) je MitarbeiterIn. Damit lagen die Monatsbezüge der Mitarbeiter durchschnittlich um 45 Prozent über den Mindestgrundgehältern des Kollektivvertrags für IT-Unternehmen.

128 statt 116 Millionen: Die vom Hauptverband genannten Kosten von 116 Millionen Euro hält der RH für "unvollständig und nur begrenzt aussagekräftig".

Nach seiner Schätzung werden die Kosten für die E-Card bis zur flächendeckenden Einführung und für den anschließenden Probebetrieb bis September 2006 knapp 128 Millionen betragen.