Solidarität mit den Erdbebenopfern in Pakistan

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

 

Schweres Erdbeben in Pakistan


Anfang Oktober erschütterte ein schweres Erdbeben Pakistan und den von Pakistan kontrollierten Teil des Kaschmir. Bis zum heutigen Tag zählt man 87.000 Tote. Die UNO warnt aufgrund des Wintereinbruchs vor einer noch größeren humanitären Katastrophe. Das pakistanische Regime, eine als "Demokratie" getarnte Militärdiktatur, zeigte sich vom ersten Tag der Katastrophe bis zum heutigen Tag an als absolut unfähig, die grundlegendsten Bedürfnisse der Betroffenen zu erfüllen.

 

Hilfe von GewerkschafterInnen


1995 wurde die Pakistan Trade Union Defence Campaign. PTUDC (Kampagne zur Verteidigung der pakistanischen Gewerkschaften) gegründet. Der traurige Anlass dafür war die Ermordung des bekannten Gewerkschaftsführers Arif Shah. Er führte, vor allem im Chemie- und Textilbereich, einen Streik gegen Privatisierungen und Entlassungen an. Nachdem er einen Regierungsvorschlag ablehnte, wurde er kaltblütig vor seinem Haus ermordet.
Neben der rechtlichen, politischen und finanziellen Unterstützung von ArbeitnehmerInnen sowie dem Kampf um deren Rechte, sind die Ziele der PTUDC die Vereinigung der zersplitterten Gewerkschaftsbewegung und das Aufbauen einer Bewegung gegen Privatisierungen, Betriebsschließungen und Entlassungen. Die PTUDC gehört heute zu den wichtigsten Gewerkschaftsorganisationen in Pakistan.
Im Kaschmir hat die PTUDC aufgrund ihrer internationalen Ausrichtung eine starke Verankerung. Viele Mitglieder sind persönlich von dem Beben betroffen. Aufgrund der Unfähigkeit des Regimes, das Leiden der Menschen zu verringern, haben die GenossInnen der PTUDC die Hilfe selbst in die Hand genommen.

 

4 Hilfs- und Solidaritätskonvois


So wurden von der PTUDC bis jetzt 4 Hilfs- und Solidaritätskonvois organisiert. Zwei dieser Konvois wurden über Kontakte zu linken ParlamentarierInnen und GewerkschafterInnen in Indien organisiert. Dies ist gerade im Kaschmir ein historisches Symbol und Ausdruck der internationalistischen Perspektive der PTUDC. Allein der vierte Konvoi transportierte 522 Großraumzelte, 4.000 Decken, 300 Federbetten, Tee, Zucker, Mehl und andere Grundnahrungsmittel.
Ein dritter Konvoi, der aus Indien kam, wurde an der Grenze von pakistanischen Behörden gestoppt und die Hilfsgüter wurden konfisziert. Die PTUDC ruft dazu auf, gegen diese Vorgangsweise des pakistanischen Staates zu protestieren. Mehr dazu unter.

 

Soidarität international


Die PTUDC unterhält derzeit 4 Hilfscamps mit Notunterkünften, in denen eigene Ärzteteams Kranke und Verletzte betreuen. Bis zum Abschluss der Erdbebenhilfe sollen diese Camps aufrecht erhalten werden. All das kostet Geld.

Diese Camps sollen zu dauerhaften Einrichtungen der Organisation werden, in denen den Menschen im Kaschmir politisches und kulturelles Programm geboten werden soll. All das kostet Geld. Diese Kampagne konnte nicht zuletzt aufgrund einer breiten internationalen Solidaritätskampagne umgesetzt werden.

Bis zum heutigen Tag konnten für die Unterstützung dieser Arbeit in Österreich 5999,27 Euro gesammelt werden - auch von UnterstützerInnen der FSG. FSG gemeinsam aktiv hat sich daher dafür entschieden, diese Kampagne auch im FSG zu unterstützen und ersucht alle Beschäftigten mit ihrem finanziellen Beitrag ein Zeichen der internationalen gewerkschaftlichen Solidarität und Hilfsbereitschaft zu setzen. Jeder Cent zählt! Jeder Euro kann Leben retten!

Spenden können allen AktivistInnen von FSG gemeinsam aktiv jederzeit übergeben werden. AktivistInnen von FSG gemeinsam aktiv werden auch auf der Weihnachtsfeier Spenden dafür sammeln.

 

Jeder gespendete Cent wird diesen Hilfsarbeiten zukommen!

 

14. Dezember 2005, FSG gemeinsam aktiv

 

Kontakt für weitere Informationen: Axel Magnus DW 87377