Gewerkschaft aktuell: "Productive Ageing"

Das durchschnittliche Lebensalter ist im Steigen begriffen. Lebensstandard und medizinische Versorgung sind überdurchschnittlich gut. Im Zuge dieses Wandels werden ab 2013 rund 40 Prozent der Beschäftigten über 45 Jahre alt sein. Einhergehend mit der Anhebung des Pensionsantrittsalters wird somit der überwiegende Teil der im Arbeitsleben stehenden Personen der Gruppe der „älteren ArbeitnehmerInnen“ zuzurechnen sein.

Betroffenheit

Diese Entwicklung hat auch für den Gemeindedienst Gültigkeit. Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten hat in diesem Zusammenhang auch immer wieder eingefordert, dass die tiefgreifenden organisatorischen und betrieblichen Veränderungsprozesse innerhalb der Gemeinde Wien mit entsprechenden Strategien und Maßnahmen einhergehen müssen. Den arbeitsbedingten Belastungen – vor allem auch im psychologischen Bereich – muss mit weitrechenden Veränderungen der Arbeitsabläufe, Arbeitszeiten, Managementphilosophien und Personalentwicklungskonzepte des Dienstgebers im Sinne präventiver und gesundheitsfördernder Maßnahmen begegnet werden.

Lösungsmöglichkeiten

Um dies zu garantieren, müssen zentrale Maßnahmen bereits ab dem ersten Tag im Dienst der Gemeinde Wien gesetzt werden. Dazu zählen insbesondere:
* gesundheitsfördernde Arbeitszeiten
* Grips statt Muskeln – Nutzung des Erfahrungswissens
* arbeitspsychologische Einrichtungen für alle Bediensteten
* besondere psychologische Betreuung für belastende Berufe
* vollständige Evaluierung psychischer und physischer Belastungen am Arbeitsplatz
* Berufsschutz erweitern und für gesunde Arbeit bzw. Arbeitsplätze sorgen
* Gesundheitswoche für alle Bediensteten
Eine seitens des Magistrats eingerichtete Arbeitsgruppe beschäftigt sich bereits sehr aktiv mit diesen Herausforderungen und wird dem Magistrat als Dienstgeber die Ergebnisse vorlegen.

Erste Lösungsansätze

Zum Thema „psychologische Belastungen“ ist nun Bewegung in die Diskussion gekommen. Der GdG-Forderung nach einer unabhängigen durch den Dienstgeber eingerichteten Mobbing-Beratungsstelle wird insofern nachgekommen, als die Einrichtung dieser Beratungsstelle im Büro des Unabhängigen Bedienstetenschutzbeauftragten vorbereitet wird. Nähere Informationen dazu folgen können so bald sie vorliegen gerne bei den MitarbeiterInnen von fsg gemeinsam aktiv erfragt werden.